Misophonie - wenn Geräusche Hass erzeugen | Hypnose und Wandel | Hypnosetherapie | Freiburg Basel Lörrach
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Misophonie – wenn Geräusche Hass erzeugen

Bringen Sie ganz normale Alltagsgeräusche zur Weißglut? Fühlen Sie sich als Außenseiter und unverstanden mit Ihrem Leiden? Ziehen Sie sich immer mehr zurück und würden Sie in manchen Situationen am liebsten davonlaufen? Gelten Sie als empfindlich und aggressiv?

Dann könnten Sie unter Misophonie leiden.

Was ist Misophonie?

Wer unter dieser Störung leidet, ist intolerant gegen bestimmte Geräusche.  Diese lösen starke Emotionen wie Wut, Aggression und Nervosität aus. Diese Geräusch-Trigger erzeugen Stressreaktionen und großen Leidensdruck. Der Puls steigt, der Atem wird flach, der Körper reagiert mit großem Unwohlsein.

Trigger sind zum Beispiel:

  • Kaugeräusche
  • Schluckgeräusche
  • Stimmen
  • Klopfgeräusche
  • Ticken von Uhren
  • Tierlaute
  • Atemgeräusche
  • Räuspern
  • Fingertrommeln
  • Tropfender Wasserhahn
  • Pfeifen
  • auch Mimik, Gestik, Berührungen oder Gerüche können triggern

 

Wie entsteht Misophonie?

Eine andere Bezeichnung für Misophonie ist Selective-Sound-Sensitivity-Syndrom (SSSS).

Erst seit den Neunziger-Jahren wird Misophonie als Krankheit anerkannt. Oft entsteht diese Störung in der späten Kindheit oder Pubertät. Ob es sich hier um eine Anomalie des Gehirns handelt oder eine klassische Konditionierung, ist nicht sicher erforscht.

Ich gehe von einer klassischen Konditionierung aus. Das heißt, dass irgendwann in der Kindheit ein bestimmtes Geräusch mit einer traumatischen Erfahrung gekoppelt war. Das hat zur Folge, dass dieses Geräusch immer wieder Hass, Aggression und Reizüberflutung auslöst, während die auslösende Situation verdrängt wurde.

Auswirkungen von Misophonie

Misophoniker werden von ihrer Umwelt als sehr empfindlich bewertet, gelten als hysterisch und schwierig. Sie fühlen sich missverstanden, das führt oft zu Isolation und Vermeidungsverhalten. Gemeinsame Mahlzeiten in der Familie werden zur Qual, wenn zum Beispiel Essgeräusche triggern. Die Betroffenen werden zum brodelnden Vulkan, das Familienklima ist massiv gereizt und wird zum Problem.

In vielen Fällen leidet nicht nur die Familie, sondern das gesamte Umfeld, wie z.B. Kollegen und Freunde. Die Wut richtet sich auf die Geräusch auslösenden Menschen oder Tiere, die sich aber in der Regel ganz normal verhalten, da es ja alltägliche Geräusche sind, die sie von sich geben.

Hypnosetherapie bei Misophonie – eine gute Wahl!

Es ist wichtig, Menschen mit dieser Störung eine rasche Hilfestellung zu bieten.

Leider greifen kognitive Therapieformen dabei wenig, da das Verhalten bzw. das Empfinden nicht bewusst gesteuert werden kann. Hypnose setzt da an, wo der Verstand aufhört. Mithilfe des Unterbewusstseins, mentalen Techniken und Entspannungsverfahren können sich Belastungen lösen und der Fokus der Aufmerksamkeit kann sich ändern.

Die Hypnosetherapie bietet ein umfangreiches Behandlungskonzept. In Hypnose können Fehl-Konditionierungen wieder verlernt und durch neue Bewertungen und Bewältigungsstrategien ersetzt werden. Hypnose, die Arbeit mit dem Unbewussten, wirkt sanft und intensiv. Die ausgelöste Stressreaktion kann bewältigt werden, bzw. die Reiz- und Reaktionsketten können sich auflösen. Durch die Arbeit in Trancezustand kann die Ursache dieser Störung, die vielleicht in der Kindheit liegt, bewusst gemacht werden und die Stressoren, wie innerer Druck und quälende Emotionen, können sich dadurch transformieren. Lebensqualität kehrt zurück, wenn der Vulkan sich wieder beruhigt und innere Ruhe und Gelassenheit einkehren.

Ablauf einer Misophonie-Therapie mit Hypnose

Nach meinen langjährigen Erfahrungen ist es von Klient zu Klient unterschiedlich, wie viele Sitzungen nötig sind, um eine deutliche Linderung zu erreichen.

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind Vertrauen und Geduld.

Ich erlebe in den meisten Fällen schon nach wenigen Sitzungen eine deutliche Besserung der Symptome, allerdings sollte diese Therapie als Weg betrachtet werden, sich selbst und die Ursachen zu entdecken, um dann Lösungsstrategien zu entwickeln. Dieser Prozess kann sich auch mal über eine längere Zeitspanne ziehen.

Wichtig ist auch, im Fokus zu behalten, dass jeder Betroffene eine Zeit vor der Störung kennt und es auch wieder ein Leben in der Zukunft – ganz ohne diesen Leidensdruck – geben kann .

Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese. Wir lernen uns kennen und Sie erleben bereits in der ersten Sitzung eine Hypnosebehandlung. Danach besprechen wir das weitere Vorgehen, wenn Sie sich entscheiden, eine für Sie individuelle Therapie bei mir zu beginnen.

Alle meine Behandlungen basieren auf einer einstündigen Anamnese (Vorgespräch), woraufhin die weiteren Therapieschritte (zum Beispiel Hypnosesitzungen, Coaching, Übungen, Therapiegespräche) individuell für Sie entwickelt werden.



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